Bund, Michel Nr. 3356 postfrisch - Gravitationswellen - selbstklebend

Dass Albert Einstein (1879-1955) einer der größten Wissenschaftler aller Zeiten war, ist unumstritten. Auch über 60 Jahre nach seinem Tod macht der geniale Physiker noch Schlagzeilen. Lange war es nicht möglich, eine seiner zentralen Theorien zu beweisen. Einstein hatte die Existenz von Gravitationswellen schon 1915 in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vermutet. Gravitationswellen kann man sich als Kräuselungen der darin beschriebenen Raumzeit vorstellen. Sie lassen sich während ihrer Ausbreitung an Stauchungen und Streckungen des Raums erkennen. Heute wissen wir: Einstein hatte - wieder einmal - recht.

Wenn Massen beschleunigt werden, breiten sich periodische Verzerrungen des Raums in Wellen aus. Sind die Massen groß genug, etwa bei der Verschmelzung superschwerer Schwarzer Löcher, können Gravitationswellen auf der Erde gemessen werden. Wissenschaftler verkündeten Anfang 2016, dass sie mit dem in den USA befindlichen Gravitationswellendetektor LIGO (Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory) erstmals Gravitationswellen nachweisen konnten. Zwei Forscher vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover entdeckten das Signal am 14. September 2015. Der LIGO-Detektor besteht aus je zwei Vakuum-Röhren in den Bundesstaaten Washington und Louisiana, die durch einen in Deutschland entwickelten Laser vermessen werden. Wenn die Röhren durch Gravitationswellen gestaucht oder gestreckt werden, sind selbst feinste Veränderungen ablesbar. Mittlerweile konnte LIGO zwei weitere Male Gravitationswellen nachweisen.

Die Entdeckung ist eine Sensation in der Astrophysik. Schon 2014 hatten Forscher einen Erfolg verkündet. Angeblich hätten sie in der kosmischen Strahlung kurz nach dem Urknall entstandene Signale gemessen. Wie sich später herausstellte, wurden die Wissenschaftler jedoch von kosmischem Staub in die Irre geführt. Eine solche Verwechslung ist bei der LIGO-Messmethode ausgeschlossen. Die erfolgreichen Wissenschaftler können sich nun Hoffnungen auf den Nobelpreis machen.

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