Weihnachten ohne Geschenke? Heute ein unvorstellbarer Gedanke. Die Bescherung, das Auspacken unter dem festlich geschmückten Baum, das Rascheln des Geschenkpapiers. Das ist insbesondere für Kinder der Höhepunkt des Weihnachtsfestes. Dabei handelt es sich bei der heutigen Geschenkkultur um eine noch relativ junge Erscheinung. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts etablierte sich der Brauch, seine Lieben mit Geschenken zu beglücken. Zuvor wurde das rein religiöse Christfest in der Kirche begangen. Erst jetzt wandelte es sich zu einem familiären Beisammensein in der festlich geschmückten Wohnstube. Mit der neuen Ausrichtung wuchs auch der Bedarf an Spielsachen: „Trommel, Pfeife und Gewehr“ für die Buben, „Jettchens Küche mit dem Herdchen und dem blankgeputzten Zinn“ für die Mädchen. So heißt es in den weltlichen Weihnachtsliedern des 19. Jahrhunderts.
Schenken – insbesondere die Suche nach dem richtigen Präsent – kann zuweilen aber auch recht anstrengend und recht langwierig sein, wenn man auf der Suche nach dem passenden Geschenk Geschäft nach Geschäft aufsucht. Aber umso größer ist dann die Freude, wenn man das richtige Präsent gefunden hat und das Strahlen in den Augen des Beschenkten sieht. Und – Schenken macht auch glücklich. Denn Neurobiologen haben herausgefunden, dass beim Schenken die gleichen Regionen im Gehirn aktiviert werden wie wenn man selbst ein schönes Geschenk erhält. Wer gerne gibt, ist nicht nur glücklicher als ein Geizhals, er lebt auch gesünder und zufriedener.
Bereits der Aufklärer und Menschenkenner Freiherr Adolph von Knigge (1752–1796) pries in seinem berühmten Anstandsregelwerk „Über den Umgang mit Menschen“ die hohe Schule des Gebens: „Wenig Menschen verstehen diese Kunst; es ist aber wichtig sie zu studieren; auf edle Weise Gutes zu tun ... Gib gern! Es ist seliger Genuß, es ist Wohltat ... zur Freude andrer etwas beitragen zu dürfen“.
Artikelnr.: b3187sk
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