Bund, Michel Nr. 2473-2474 postfrisch - Leuchttürme: Brunsbüttel, Mole 1 + Westerheversand

Im Bereich der Schleusenanlage Brunsbüttel bilden die Molen 1 und 2 seit 1895 die elbseitige Begrenzung der Zufahrt zur Alten Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel. Auf jedem Molenkopf befindet sich ein Leuchtfeuer als Ansteuerungspunkt und Navigationshilfe für die Schifffahrt. Die heute unter Denkmalschutz stehenden baugleichen Leuchtfeuer der Molen 1 und 2 sind trotz umfänglicher Sanierungsarbeiten in ihrer ursprünglichen Bauweise seit 1895 in Betrieb. Der weiße Leuchtfeuerträger Mole 1 ruht mit seinem achteckigen Galerieturm auf einem Sockel aus Granitsteinmauerwerk. Der Turminnenraum beherbergt neben dem eigentlichen Leuchtfeuer weitere betriebstechnische Einrichtungen für Nebelfeuer, Beleuchtung der Mole, Kameras zur Beobachtung des Schiffsverkehrs und die Lautsprecheranlage. Über eine gusseiserne Wendeltreppe mit Ornamenten des Jugendstils gelangt man zum Leuchtfeuer in der Turmspitze. Visuelle Navigationshilfen für die Schifffahrt haben durch den technischen Fortschritt besonders bei automatischen Positionierungs- und Identifikationssystemen an Bedeutung verloren. Dies hat zur Folge, dass einige Leuchttürme entbehrlich sind und heute anderweitig genutzt werden. Nicht so in Brunsbüttel. In dem schwierigen Revier der Elbe mit den Einfahrten zum Nord-Ostsee-Kanal erfüllt die klassische visuelle Navigationshilfe nach wie vor ihren Zweck. Der Leuchtturm Westerheversand ist wohl der bekannteste Leuchtturm an der schleswig-holsteinischen Küste. Während zahlreicher Sturmfluten trotzte er mit den beiden Häusern wie eine kleine Insel in der tobenden See den Naturgewalten. In dem schwierigen Revier mit den sich stark verändernden Sänden südlich von Amrum und nördlich der Eider sollte Anfang des 20. Jahrhunderts mit Errichtung eines kräftigen Leuchtfeuers in der Nordsee der Heverstrom in Richtung Husum gekennzeichnet werden. Das Leuchtfeuer wurde 1908 mit einer Kohlelicht-Bogenlampe als Lichtquelle in Betrieb genommen. Die notwendige Energie lieferten Batterien, die durch Dieselaggregate aufgeladen wurden. 1951 folgte der Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Seit 1978 arbeitet das Leuchtfeuer mit Hilfe einer automatischen Steuerung. Es wird, wie alle Feuer an der Westküste Schleswig-Holsteins, von der Fernwirkzentrale Tönning aus überwacht. Daher arbeitet auf Westerheversand heute kein Leuchtturmwärter mehr. Seit einiger Zeit können sich Hochzeitspaare in eigens dafür ausgeschmückten Räumen in luftiger Höhe das Jawort geben.

Article no.: b2473


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