In den Jahren 1815-45 schuf Fürst Pückler aus dem sandigen Tal der Neiße ein riesiges Gartenparadies. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Muskauer Park entlang der Neiße in einen deutschen und in einen polnischen Bereich geteilt. Erst seit Ende der 1980er Jahre konnte er schrittweise wieder in seine ursprüngliche Gestalt zurückversetzt werden. Über den Flusslauf hinweg wurden beide Seiten durch die Wiederherstellung von historischen Wegeverbindungen und die Öffnung zugewachsener Blickachsen von Neuem vereint. Die bereits mehr als zwei Jahrzehnte währende enge Zusammenarbeit deutscher und polnischer Gartendenkmalpfleger hat sich gelohnt: Pücklers Gartenparadies ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht, begeistert mit seinen nun wahrhaft grenzenlosen Sichtachsen. Eigentümer des deutschen Teils ist seit 1992 der Freistaat Sachsen, der als Verwaltung 1993 die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau gründete. Die polnische Parkseite wird durch das in Warschau ansässige Nationale Institut für Denkmale betreut. Aufgrund seiner Natur idealisierenden Gestaltung und weitgehenden Stilreinheit ist der Muskauer Park von großer gartengeschichtlicher Bedeutung, der mit der Anerkennung als Weltkulturerbe der UNESCO im Juli 2004 auch eine internationale Würdigung erfuhr.
Artikelnr.: b2944
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