Am 3. Oktober 1990 ist die DDR der Bundesrepublik Deutschland beigetreten. Seither leben die Deutschen wieder in einem Land vereint. Genauso wie der Fall der Mauer am 9. November 1989 geht auch dieser Tag in die Geschichte ein. Bundespräsident Richard von Weizsäcker formuliert auf dem Staatsakt vor dem Berliner Reichstag: „Die Geschichte in Europa und in Deutschland bietet uns jetzt eine Chance, wie es sie bisher nicht gab. Wir erleben eine der seltenen historischen Phasen, in denen wirklich etwas zum Guten verändert werden kann.“ 25 Jahre sind seither vergangen. Sie haben unser Land nach innen und außen verändert.
Die Privatisierung der maroden DDR-Planwirtschaft führte zu Massenarbeitslosigkeit und sozialem Kahlschlag. Auch heute noch gibt es im Osten ein Wohlstandsgefälle gegenüber dem Westen. Aber auch schmucke Dörfer und Städte sowie eine hervorragende Infrastruktur. Regierung und Parlament sind 1999 von Bonn nach Berlin umgezogen. Berlin ist heute das selbstverständliche Zentrum deutscher und europäischer Politik. Außerdem ein Hotspot für die kreative und experimentierfreudige Jugend weltweit. Mit seiner gestiegenen politischen Bedeutung geht Deutschland sorgsam um. Deutschland wird international als Musterbeispiel für staatliche Transformationsprozesse wahrgenommen. Aber auch als sympathisch und weltoffen. So etwa im „Sommermärchen“ zur Fußball-WM 2006 im eigenen Land.
Die Wiedervereinigung war ein Geschenk der Geschichte. Mit dem Blick aufs große Ganze ist der Einigungsprozess letztlich eine Erfolgsstory. Und schließlich: Mittlerweile ist eine „gesamtdeutsche“ Generation herangewachsen. Diese jungen Thüringer, Rheinländer und Mecklenburger wachsen mit identischen Prägungen auf. Sie kennen die deutsche Teilung und die „Mauer“ nur noch aus Erzählungen ihrer Eltern.
Artikelnr.: b3182
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