Wer traut denn da seiner Nase nicht? Ein Hauch von Zartbitter im Gartenbeet? Hier blüht die Schokoladen-Kosmee (Cosmos atrosanguineus). Das Aroma betört nicht nur die menschliche Nase. Auch Bienen, Hummeln und Schmetterlinge werden von ihm magisch angezogen. Die „Schokoladenblume“ kann im Beet als Staude, in Töpfen oder Balkonkästen gezogen werden. Sie ist ein Highlight für alle Freunde von Duftpflanzen. Und was nicht wirklich verwundert: Besonders Kinder lieben das ausgefallene Gewächs.
1835 erhielt der Engländer William Thompson, Inhaber einer Gartenfirma, Ableger einer seltenen Pflanze aus Mexiko. Schnell stieß er auf ihr Geheimnis. Die burgunderroten Blüten dufteten bei Sonneneinstrahlung intensiv nach Zartbitter-Schokolade. Seither wird der Korbblütler „Schokoladen-Kosmee“, „Schwarze Kosmee“ oder auch „Schokoladenblume“ genannt. Optimal entfaltet die „Schokoladen-Kosmee“ ihr Aroma an einem sonnigen Standort. Auch halbschattige Bereiche eignen sich, wenn sie windgeschützt sind. Die Schokoladen-Kosmee ist mit den Dahlien verwandt. Sie bildet wie diese knollige Wurzeln aus. In milderen Gegenden können die Knollen im Winter im Boden bleiben. Sonst empfiehlt sich das Ausgraben und Überwintern der Knollen an einem hellen, aber kühlen Standort.
Gerne verwechselt wird die Schokoladen-Kosmee mit „Berlandierea lyrata“. Diese Schokoladenblume verströmt ebenfalls Schokoladenduft, allerdings eine Vollmilch-Variante. Optisch unterscheiden sich beide Pflanzen: Die „Gelbe Berlandiere“ aus der Familie der Asternartigen wird bis zu 120 Zentimeter groß. Die „Schokoladen-Kosmee“ nur halb so hoch. Zudem blüht die Berlandiere gelb und hat Wurzeln statt Knollen. In der Wildnis kommt die gelbe Schokoladenblume noch vor. Die „Schokoladen-Kosmee“ gilt hingegen seit 1902 als ausgestorben.
Artikelnr.: b3189
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