Ein Klassiker der Augsburger Puppenkiste ist die Geschichte "Urmel aus dem Eis", die 1969 in vier Folgen vom Hessischen Rundfunk unter der Regie von Harald Schäfer verfilmt und von der ARD ausgestrahlt wurde. Mit der Inszenierung durch die beliebte Marionettenbühne wurde das im selben Jahr erschienene Kinderbuch von Max Kruse (1921-2015), Auftakt einer zwölf Bände umfassenden Reihe, zum Riesenerfolg. Die kindgerechte Geschichte, die liebevoll gestalteten Figuren und originelle Ausstattungsdetails wie blaue Plastikfolien als Meer, machten die Aufführung durch die Augsburger Puppenkiste für Generationen von Kindern unvergesslich. Weltweit wurden in der Folge die Bücher von Urmel und seinen Freunden in einer Auflage von über 800 000 Exemplaren verkauft.
Das Marionettenspiel in vier Teilen kreist um den zerstreuten Professor Habakuk Tibatong, der auf der Südseeinsel Titiwu den dort lebenden Tieren das Sprechen beibringt. In seiner Begleitung befinden sich der Junge Tim Tintenklecks und das sprechende Schwein Wutz als Haushälterin. Zufällig wird ein uraltes, in einem Eisberg eingefrorenes Ei an den Strand der Insel gespült. Heraus schlüpft ein Urmel, das einem kleinen Drachen ähnelnde Bindeglied zwischen Dinosaurier und Säugetier. Wutz nimmt sich seiner an und zieht das Urmel auf. Die Tiere der Insel werden zu seinen Gefährten. Gefahr droht allerdings durch einen Großwildjäger, der das Urmel ausgestopft in einem Naturkundemuseum ausstellen will.
Der Autor der Buchvorlage, Max Kruse, ist der Sohn der berühmten Puppenschöpferin Käthe Kruse. Skurril und insbesondere für Kinder äußerst amüsant ist, dass Kruse die Tiere der Insel durch typische Sprechfehler charakterisiert. So kann der Pinguin Ping kein "sch" sprechen, es kommt immer ein "pf" heraus. Daher streitet Ping sich mit dem Waran Wawa ständig um dessen gemütliche Mupfel". Die Adoptivmutter Wutz gibt gerne ein "Öff-öff" von sich, während der "Seele-fant" melancholische Lieder singt: "Ööch böön alleinöö auf dööser Welt...".
Das Bundesministerium der Finanzen hat ein Zeichen für Zuschlagsmarken eingeführt. Fünf farbige Punkte bilden ein Plus, daneben steht der Leitspruch "Gutes Tun - Mit Briefmarken helfen". Das Plus finden Sie auf jeder Zuschlagsmarke. Diese Jugendmarken werden zugunsten der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. herausgegeben. Mit den Pluserlösen fördert die Stiftung zahlreiche Maßnahmen zum Wohle von Kindern und Jugendlichen.
Artikelnr.: b3325
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