Bund, Michel Nr. 3092 postfrisch - Christoph Willibald Gluck

Er schärfte den Blick für das Wesentliche und gilt als Erneuerer unter den Komponisten: Christoph Willibald Gluck schuf im 18. Jahrhundert einen neuen, schnörkellosen Operntypus. „Einfachheit, Wahrheit und Natürlichkeit” beschrieb der Komponist als „die großen Ursprünge in allen Äußerungen der Kunst”. Um die dramatische Aussage in den Mittelpunkt des Werkes zu stellen, löste Gluck Musik und Text von jeglicher Staffage. Vor 300 Jahren, am 2. Juli 1714, wurde Gluck im oberpfälzischen Erasbach geboren. Die Ortschaft gehört heute zu Berching, das sich „Gluckstadt” nennt und zur 300-Jahr-Feier ein Jahr voller „Glucksmomente” verspricht.

In der Schule erhielt der spätere Komponist ersten Musikunterricht, 1726 bis 1732 war er Chorknabe in Chomutov (Komotau) in Nordböhmen. An der Prager Karls-Universität nahm Gluck mit 18 Jahren ein Studium auf. Über die Fachrichtung herrscht unter Experten keine Einigkeit. Gluck tauschte aber ohnehin den Hörsaal häufig gegen das Konzerthaus: Meist arbeitete er als Gelegenheitsmusiker, Violoncellist und Kirchensänger. Nach Stationen in Wien und Mailand präsentierte Gluck 1741 seine erste Oper, „Artaserse”. Vom Erfolg beflügelt, komponierte er weitere Opern – noch im Stil der Neapolitanischen Schule –, die ihn bekannt machten.

Bald ging Gluck wieder auf Reisen – mit der Operntruppe von Pietro Mingotti, für die er von 1747 bis 1752 als Dirigent und Komponist tätig war. In Wien ließ sich Gluck anschließend nieder. 1761 begegnete ihm mit dem Dichter Ranieri de‘ Calzabigi (1714–1795) sein geniales Pendant. Glucks erste Reformoper, „Orfeo ed Euridice”, wurde am 5. Oktober 1762 am Wiener Burgtheater uraufgeführt. Das Geschehen auf der Bühne konzentrierte sich auf die Hauptakteure in dem antiken Sagenstoff, die Besucher erlebten Musik, Gesang und Ballett in ungewohnt reduzierter Weise. Es folgen „Alceste” (1767) und „Paride ed Elena” (1770). In Wien starb Christoph Willibald Gluck am
15. November 1787. Der gefeierte Komponist hinterließ rd. 50 Opern, sowie mehrere Ballette, Lieder, Arien und Instrumentalwerke.

Article no.: b3092


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