Bund, Michel Nr. 3252-3253 postfrisch - Leuchttürme Staberhuk und Kampen

Staberhuk

Was verbindet Fehmarn mit Helgoland? Klar: Beide sind deutsche Inseln. Es gibt aber auf Fehmarn auch ein Bauwerk mit einer gemeinsamen Geschichte: den Leuchtturm Staberhuk. Der östlichste aller Leuchttürme auf der Ostseeinsel Fehmarn entstand im Jahr 1903. Seine massive Bauweise verdankt der Leuchtturm Staberhuk seinem Laternenhaus: Nach seiner Fertigstellung erhielt er die schwere, gusseiserne Laterne des ehemaligen englischen Leuchtturms auf Helgoland. Dafür wurde die rund 2,5 Meter hohe Konstruktion von der Nordsee nach Fehmarn transportiert. Die Optik besteht aus der Original-Gürtelleuchte des alten Helgoländer Leuchtturms, die bereits 1870 angefertigt wurde. Betrieben wird sie mittlerweile mit einer 400 Watt Halogenentladungslampe.

Auffallend ist die Zweifarbigkeit des Leuchtturms Staberhuk. Errichtet wurden der Turm sowie das in der Nähe befindliche Wärterhaus aus gelbem Backstein. Wind und Wetter setzten dem Mauerwerk an der Westseite des Turms allerdings heftig zu. Deshalb wurden dort die Steine im Laufe der Zeit gegen rote Ziegel ausgetauscht. Der unter Denkmalschutz stehende Turm hat dadurch sein charakteristisches rot-gelbes Muster bekommen. Weltweit gibt es keinen zweiten Leuchtturm mit diesem Erscheinungsbild.

Im März 1904 nahm der Leuchtturm Staberhuk seinen Dienst in der Ostsee auf. Bei einer Bauhöhe von 22,6 Metern befindet sich sein Leuchtfeuer 25,5 Meter über dem mittleren Tidehochwasser und hat eine Reichweite von rund 19 Seemeilen. Als Orientierungsfeuer markiert der Leuchtturm Staberhuk die Fahrrinne im östlichen Teil des Fehmarnsund – der Meerenge zwischen Insel und deutschem Festland. Sein weißer Lichtsektor zeigt an, dass ein Schiff sich auf Kurs befindet. Bei Abweichungen erscheint grünes Licht. Die Kennung des Leuchtturms Staberhuk lautet Grp. (2) = (1) + 3 + (1) + 11, d.h. die Leuchtphasen von drei bzw. elf Sekunden werden von zwei Dunkelphasen mit je einer Sekunde unterbrochen. Erzeugt wird die Kennung durch eine Umlaufblende.

Kampen

Bei den Einheimischen heißt er nur „langer Christian“: der Leuchtturm Kampen auf der Nordseeinsel Sylt. Der Leuchtturm ist eines von drei Leuchtfeuern, die auf Sylt unter dänischer Herrschaft errichtet wurden. Die Namensgebung stammt von dem Schauspieler Heinz Klevenow (1908–1975), für den „alle Dänenkönige“ Christian hießen. Erbaut wurde der Turm aber unter einem anderen dänischen Monarchen: Frederik VII. (1808–1863) ließ ihn 1855 errichten.

In Betrieb genommen wurde der Leuchtturm Kampen – damals noch unter dem Namen „Rote Kliff“ – am 1. März 1856. Sein Fundament ist bemerkenswert: Auf vier Lagen Findlinge folgen zehn Lagen Ziegelstein. Darauf entstand ein Natursteinsockel, auf dem sich schließlich der gemauerte Turm und das stählerne Laternenhaus erheben. Um den Schaft zu sichern, brachte man bereits zwischen 1877 und 1879 fünf Flacheisenbänder an – zwei weitere folgten später. Nach mehreren Anstrichen wurde im Sommer 1953 erstmals die bis heute gültige Kombination aus weißem Turm mit schwarzem Band aufgetragen. 2005 wurde die Außenhaut des Turms saniert.

Seit 1995 zeigt der Leuchtturm Kampen seine heute gültige Kennung: ein Blinkfeuer von zehn Sekunden, wobei ein Blink von drei Sekunden und eine Dunkelphase von sieben Sekunden durch eine Umlaufblende erzeugt werden. Der Turm hat eine Höhe von 40,3 Metern über dem Gelände, sein Leuchtfeuer befindet sich 62 Meter über dem mittleren Tidehochwasser. Er dient westlich der Insel Sylt als See- und Quermarkenfeuer. Der weiße Sektor des Leuchtfeuers verläuft quer zur Fahrrichtung der Schiffe und kündigt an, dass eine Kursänderung vorgenommen werden muss. Der rote Sektor warnt vor einer Untiefe, dem Salzsand. 1975 wurde der Leuchtturm im Leuchtfeuerverzeichnis offiziell in „Leuchtturm Kampen“ umbenannt. Die Reichweite des Leuchtfeuers beträgt 20 Seemeilen (weißer Sektor) bzw. 16 Seemeilen (roter Sektor). Der Leuchtturm Kampen wird rund eine Stunde vor Sonnenuntergang bis eine Stunde nach Sonnenaufgang automatisch gezündet.

Article no.: b3252


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